

Niklas Lukassen verblüfft mit malerischem Sinn für instrumentale Lyrik gleichermaßen auf der Bassgitarre, dem Kontrabass und seinem einzigartigen Bass-Cello. Der ‚vielseitige Bass-Virtuose‘ (Jazzwise Magazine) prägt zahlreiche internationale Ensembles als fantasievoller Tieftöner. Mit seinem individuellen Klang und charaktervollen eigenen Kompositionen strahlt er zudem eine natürliche Autorität als Bandleader aus.
Aufgewachsen ist Niklas in einem unscheinbaren Schwarzwalddorf. Mit 16 brach er nach Berlin auf, um in die Szene der Deutschen Hauptstadt einzutauchen. Schließlich zog es ihn nach New York, wo er unter seinem Mentor Ron Carter sein Masterstudium an der Manhattan School of Music mit vollem Stipendium abschloss. Innerhalb seiner Promotionsforschung an der Royal Academy of Music in London vertieft er seine eigenen Künstlerischen Ideen.
Als Bandleader und Komponist schlägt Niklas Lukassen mit Still Waters, seinem Bandleader-Debüt auf Kurt Rosenwinkel's Heartcore Records, international Wellen. In seinem Quartett verschmelzen mit dem Altsaxophonisten Ben van Gelder, dem Pianisten Kit Downes und dem Schlagzeuger Francesco Ciniglio kreative Protagonisten der Jazzszenen von Amsterdam, London, Paris und Berlin. Bereichert wird das Album weiter durch musikalische Beiträge u. a. von Kurt Rosenwinkel und Wanja Slavin. Als kreativer Kopf der Band ECHO lässt Niklas mit Songwriter-Poesie und lebhafter Improvisation Klanglandschaften in Text und Ton entstehen. Auf einem innovativen Hybrid-Instrument, dem Basscello, schreitet Niklas in seinem Trio gemeinsam mit dem Pianisten Gwilym Simcock und dem Schlagzeuger James Maddren auf bislang unbeschrittenen musikalischen Pfaden.
Seine bunte musikalische Palette ermöglichte ihm Zusammenarbeiten mit Kurt Rosenwinkel, Norma Winstone, Mike Stern, Jorge Rossy, Will Vinson, Tim Garland, Adam Nussbaum und den New York Voices. Zu den Aufnahmen, auf denen Niklas zu hören ist, zählt auch das 2026 Grammy-nominierte Album Some Days Are Better des Kenny Wheeler Legacy Project. Darüber hinaus war er Sänger im Bundesjazzorchester.
Auf Tourneen bereiste Niklas die USA, UK, Asien, Nordafrika und weite Teile Europas. Dabei bespielte er ikonische Auftrittsorte wie das Lincoln Center, das Beacon Theatre, das John F. Kennedy Center, die Abbey Road Studios und die Berliner Philharmonie.